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Berufliche Mobilität im Wandel: Erkenntnisse aus der HSG-Studie

Wie verändert sich berufliche Mobilität in einer Zeit, in der Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Fachkräftemangel zentrale Themen der Arbeitswelt sind? Genau das untersucht die aktuelle Studie des Future Mobility Lab (FML) an der Universität St. Gallen. Im Fokus stehen Unternehmen in der Schweiz und in Deutschland und die Frage, wie sie Mobilitätsangebote zukunftsfähig gestalten.

Flexible Mobilitätslösungen für eine nachhaltige Zukunft

Die Studie zeichnet sich durch aktuelle Daten, eine umfassende Analyse und eine neue Perspektive auf nachhaltige Mobilitätslösungen aus. Insgesamt wurden 983 Arbeitgeber und 2.922 Arbeitnehmende in Deutschland und der Schweiz befragt. Zudem wurden ausgewählte Unternehmen über einen Zeitraum von sechs bis elf Monaten in der Entwicklung ihrer Mobilitätsangebote begleitet. Die Studie wurde u.a. in Partnerschaft mit der AMAG Gruppe durchgeführt, die mit Lösungen wie allride neue Wege für betriebliche Mobilität aufzeigt.

Zentrale Studienergebnisse: Mobilität als strategischer Hebel

1. Mehr als die Hälfte der Unternehmen befindet sich im Wandel

56 % der befragten Schweizer Unternehmen und 59 % der deutschen Unternehmen geben an, ihre Mobilitätsangebote aktiv zu verändern. Die wichtigsten Treiber:

 

• Fachkräftemangel – in Deutschland sogar bei 78 % der Befragten

• Wünsche von Mitarbeitenden, etwa nach mehr Flexibilität und Nachhaltigkeit

• Klimaziele, insbesondere CO₂-Reduktion

 

Die Bedeutung beruflicher Mobilität wächst damit weit über rein logistische Fragestellungen hinaus.

 

2. Nachhaltigkeit wird zur Selbstverständlichkeit

Die Erwartungen an Mobilität sind heute eng mit ökologischer Verantwortung verknüpft. Unternehmen, die emissionsarme Alternativen wie E-Fahrzeuge, Sharing-Angebote oder ÖPNV-Zuschüsse integrieren, treffen den Nerv der Zeit – und verbessern zugleich ihre Arbeitgeberattraktivität.

 

3. Akzeptanz hängt von Alltagstauglichkeit ab

Mitarbeitende sind offen für neue Mobilitätsformen, wenn sie unkompliziert nutzbar, flexibel und digital zugänglich sind. Gerade hier entscheidet sich, ob ein Angebot angenommen wird oder nicht.

 

4. Regionale Unterschiede beachten

Während in der Schweiz ökologische Aspekte häufiger genannt werden, liegt in Deutschland der Schwerpunkt stärker auf personalstrategischen Zielen. Ein differenzierter Ansatz ist daher erforderlich.

Empfehlungen für Unternehmen

Basierend auf den Ergebnissen ergeben sich klare Handlungsfelder:

 

Mobilitätsbedarfe systematisch erfassen

Etwa durch Pendleranalysen, Mitarbeitendenumfragen oder digitale Tracking-Tools.

 

Nachhaltigkeit als Leitprinzip integrieren

E-Mobilität, Carsharing und Multimodalität bieten vielfältige Ansätze.

 

Kommunikation & Partizipation fördern

Veränderung gelingt besser, wenn Mitarbeitende eingebunden werden.

 

Angebote laufend evaluieren

Feedbackbasiertes Optimieren schafft Akzeptanz und Nutzen.

Praxis trifft Forschung: AMAG als Studienpartner

Die Studie wurde in Kooperation mit der AMAG Gruppe durchgeführt, die als Mobilitätsdienstleister umfassende Einblicke in aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen betrieblicher Mobilität eingebracht hat. Mit Produkten wie allride entwickelt AMAG Lösungen, die sich an den Anforderungen moderner Arbeitswelten orientieren - von Nachhaltigkeit bis Benutzerfreundlichkeit. Die Zusammenarbeit mit namhaften Partnern ermöglichte es dem Future Mobility Lab, wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Perspektiven zu verknüpfen und dadurch besonders anwendungsnahe Handlungsempfehlungen abzuleiten. Die FML-Studie macht deutlich: Berufliche Mobilität wird zunehmend zum strategischen Faktor. Unternehmen, die Mobilitätslösungen neu denken, im Sinne der Umwelt, ihrer Mitarbeitenden und ihrer Wettbewerbsfähigkeit, sichern sich nicht nur ökologische Vorteile, sondern stärken auch ihre Rolle als attraktive Arbeitgeber.

Mehr Infos: Veröffentlichung der zweiten Studie «Berufliche Mobilität neu gestalten» des Future Mobility Lab